Themen: Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft, Technologie
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Die Genossenschaft Verd will Gebühren aus bargeldlosen Zahlungen teilweise in lokale Projekte umlenken. Händler zahlen für die Prepaid-Karte 0,6 Prozent pro Transaktion; die Hälfte der Verd-Gebühren fliesst in einen Topf, über dessen Verwendung Genossenschafterinnen und Genossenschafter mitentscheiden. In Riggisberg wurden damit unter anderem ein Waldspielplatz und die Ludothek unterstützt. Verd zählt laut eigenen Angaben über 2300 Mitglieder, rund 500 Geschäfte und 30 aktive Gemeinden in acht Kantonen. In Bern akzeptieren mehr als zwanzig Geschäfte die Karte, darunter die Brillerei und Gelateria di Berna; die Stadt hat den Gemeindetopf bisher nicht aktiviert. Wohlen und Laupen sind neu Partnergemeinden, Köniz verzichtet auf eine Teilnahme. Für die Deckung der Entwicklungs- und Betriebskosten müsste Verd laut Initiator Christian Wohlwend ein bis zwei Prozent der Schweizer Haushalte erreichen. Im Betriebsjahr 2024/25 entstand ein Defizit von fast einer halben Million Franken.