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Verwandlung

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Themen: Kultur/Feuilleton, Gesundheit, Gleichstellung

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Susanne Abelein thematisiert in «Wind of Change» die Menopause als körperliche und seelische Umbruchphase. Die Inszenierung verbindet mögliche Beschwerden mit Kritik an einer medizinischen Kommunikation, die beim Thema Wechseljahre nach Ansicht der Aufführung zu wenig Orientierung bietet. Abelein greift die Erwartung auf, körperlichen Verfall mit Hormonen zu kompensieren, und fragt nach der geringen Präsenz von Fachärztinnen in leitenden und lehrenden Funktionen. Zugleich kritisiert sie berufliche Strukturen, in denen Altern als Leistungsmangel behandelt werde. Frühere, in der Experimentierplattform «Inkubator» entwickelte Teile über Vergesslichkeit, Unruhe und Überforderung sind zu Publikumsszenen ausgebaut. Sarkastische Tiraden sollen verhindern, dass das Stück bei blosser Klage stehen bleibt. Mit Charles Aznavours auf Deutsch gesungenem «Tu t’laisses aller» stellt die Aufführung traditionelle Schuldzuweisungen und Ansprüche an Frauen heraus. Am Ende steht ein Moment gelöster Freiheit. «Wind of Change» läuft bis 6. Juni im Fabriktheater Zürich.

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