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Video eines brennenden Sendemastes in Indien hat keinen Bezug zu 5G

Correctiv Schweiz
Video eines brennenden Sendemastes in Indien hat keinen Bezug zu 5G

Themen: Technologie, KI/Digital

Regionen: International, Südostasien

Deutschsprachige Beiträge verknüpfen ein Video eines brennenden Mobilfunkmasts mit der Behauptung, in Indien seien 5G-Masten nach der Veröffentlichung eines Militärdokuments angezündet worden. Das Video entstand jedoch am 19. Januar 2018 in Ribandar im indischen Bundesstaat Goa. Damals war 5G in Indien noch nicht öffentlich verfügbar; der Mobilfunkstandard wurde dort erst im Oktober 2022 eingeführt. Hinweise aus Medienberichten und eine Bestätigung der örtlichen Feuerwehr sprechen dafür, dass ein Glasfaserkabel des von Airtel und Vodafone genutzten Turms brannte, nachdem in der Nähe Müll verbrannt worden war. Für einen vorsätzlichen Brand von 5G-Masten gibt es keine Belege. Die angebliche Enthüllung eines Militärdokuments wird in den Beiträgen nicht belegt. Die indische Armee hatte vor der 5G-Einführung allerdings Sicherheitsbedenken gegen chinesische Technik, insbesondere von Huawei, geäussert.

Correctiv

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