Themen: Wirtschaft/Finanzen, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Ostschweiz, Zürich/Winterthur
Pierin Vincenz tritt im laufenden Zweitrunden-Prozess vor dem Zürcher Obergericht auf und wirft Raiffeisen vor, mit dem Verfahren seine Zerstörung zu betreiben. Die Bank gebe dafür nach seiner Darstellung über 50 Millionen Franken aus. Vincenz verteidigt unter anderem Ausgaben für Privatjetflüge, Reisen mit seinen Töchtern sowie einen Tinder-Kontakt als beruflich begründbar. Der Beitrag stellt diese Aussagen dem Vorwurf gegenüber, Vincenz habe Raiffeisen in eine schwere Krise geführt. Er rekonstruiert zudem, wie frühere Führungskräfte der Raiffeisen Schweiz in St. Gallen, insbesondere Patrik Gisel und Rechtschef Roland Schaub, angeblich lange keine Konsequenzen aus Hinweisen auf nicht offengelegte Beteiligungen gezogen hätten. Bei Aduno seien kritische Fragen zunächst mit Gutachten beantwortet worden, die Transaktionen als korrekt darstellten. Erst nachdem Pascal Niquille von Finma-Verfahren gegen Vincenz und Raiffeisen erfahren habe, sei eine Strafanzeige gefordert worden.