Themen: Kultur/Feuilleton
Regionen: Schweiz, Romandie
Nicolas Bouvier kehrt 1967 nach einem längeren Aufenthalt in Japan nach Genf zurück und ringt mit dem Abschluss seines Buches. In einer Buchhandlung an der Rue de la Corraterie entdeckt er Henry Millers «Schwarzer Frühling». Besonders die Erzählung «Ich trage einen Engel als Wasserzeichen» vermittelt ihm die Einsicht, dass Leben und Schreiben untrennbar verbunden seien. Diese Lektüre wird für ihn zu einem befreienden Moment. Am 18. Mai 1967 erscheint «Japon» in einer Auflage von 22'000 Exemplaren für den Buchclub der Editions Rencontre. Am selben Abend spricht Bouvier im Lausanner Musée de l’Elysée vor Publikum, nachdem ihn Franck Jotterand von der Gazette littéraire vorgestellt hat. Mit fünfzig Farb- und Schwarzweissdias, einer lebendigen, unaufdringlichen Erzählweise und sorgfältig gesetzten Pausen gewinnt er die Zuhörenden. Die Anwesenden feiern ihn nach dem Vortrag; ein Journalist hebt seinen feinen, charmanten und nicht selbstgefälligen Ton hervor.