Themen: Kultur, Krieg&Frieden, Ukraine Krieg
Regionen: International, Russland/Eurasien, Europa
Mehrere hundert Menschen protestierten am 4. September in Berlin gegen die von der Bundesregierung angekündigte Schliessung des Russischen Hauses. Die Kündigung des deutsch-russischen Vertrags für das Kulturzentrum wurde mit mutmasslicher russischer Verantwortung für einen Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle verknüpft. Zusätzlich sollen das russische Generalkonsulat in Bonn geschlossen, Sanktionen verschärft und Schattentanker aufgehalten werden. Moskau kündigte daraufhin die Schliessung deutscher Goethe-Institute in Russland an. Zur Kundgebung hatte der Berliner Landesverband des BSW aufgerufen. Rednerinnen und Redner kritisierten die Massnahmen als Abbruch kultureller und menschlicher Kontakte und forderten Dialog statt Eskalation. Sie bezweifelten die vorgebrachten Begründungen und warnten vor einer langfristigen Feindschaft oder einem Krieg mit Russland. Kulturschaffende hoben die Bedeutung des Hauses für Sprachkurse, Konzerte und Begegnungen hervor. Gegenproteste mit ukrainischen Fahnen begleiteten die Veranstaltung.