Themen: Sport
Regionen: Schweiz, Tessin
Der Tessiner Enea Renggli wird nicht als bezahlter Fan der Schweizer Fussballnationalmannschaft angestellt. Er hatte sich im Januar beim Schweizerischen Fussballverband beworben und dafür konstante Präsenz im Stadion, kreative ironische Transparente und das Durchstehen nervenaufreibender 90 Minuten angeboten. Der Verband würdigte die originelle Bewerbung, lehnte sie aber ab. Als Gründe nannte er fehlenden Versicherungsschutz für Rengglis Stimmbänder sowie die Vorgabe, gegenüber Schiedsrichtern objektiv zu bleiben. Renggli hatte nach zunächst ausbleibender Antwort bei einem Nations-League-Spiel in Skopje Unterlagen auf Deutsch an Verantwortliche verteilt. Seit 2018 begleitet er die Schweiz zu Freundschaftsspielen, Nations League sowie Europa- und Weltmeisterschaften. Für die WM in Nordamerika verzichtete er wegen geschätzter Kosten von rund 8000 Franken. Bekannt wurde er durch online verbreitete Banner, etwa mit einer Anspielung auf Italiens verpasste WM 2022. Trotz der Absage will er die Nationalmannschaft weiter begleiten und Transparente gestalten.