Themen: Gesellschaft, Migration/Asyl, Kultur/Feuilleton
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Ein aus Syrien geflohener Mann schildert, wie er in der Schweiz persönliche Freiheiten erlebt, die ihm in seinem Herkunftsland fehlten. Dazu zählt für ihn auch, offen über seine Angst vor Hunden sprechen zu können. Diese Angst entstand erst nach seiner Ankunft, als zwei frei laufende Hunde einer Nachbarin ihn anbellten und bedrängten. Die Besitzerin reagierte auf seine Bitte nicht, während deren Freundin die Tiere schliesslich zu sich rief. Der Autor deutet das Erlebnis nicht als Problem der Hunde, sondern als Ausdruck menschlicher Angst, Ablehnung und fehlender Rücksicht gegenüber als fremd wahrgenommenen Menschen. Zugleich betont er, dass andere Nachbarinnen und Nachbarn freundlich und aufmerksam seien. Wer aus einem Staat geflohen sei, in dem Angst das Leben präge, könne sich mit ihr nicht abfinden. Angst müsse erkannt und überwunden werden, damit Freiheit, Selbstverständnis und menschliche Verbindung möglich bleiben.