Themen: Wissenschaft, Klima&Energie
Regionen: Schweiz, Tessin
Über der Arktis könnte sich Anfang November der stratosphärische Polarwirbel ungewöhnlich früh stark abschwächen. ECMWF- und GFS-Modelle rechnen teils mit einem plötzlichen stratosphärischen Erwärmungsereignis und einer Aufspaltung des Wirbels. Sollte dies um den 4. bis 6. November geschehen, wäre es laut historischen Daten seit 1959 rund drei Wochen früher als jeder bisherige grosse Fall. Die Wahrscheinlichkeiten unterscheiden sich je nach Modell: Netweather beziffert sie für ECMWF-Simulationen auf 86 Prozent, modellübergreifend auf 61 Prozent. Ein geschwächter Wirbel garantiert jedoch weder Kälte noch Schnee in Europa. Mögliche Folgen treten gewöhnlich erst Wochen später auf und hängen von Hoch- und Tiefdrucklagen ab; betroffen sein könnten Europa, Ostasien oder der Osten der USA. Im Tessin gibt es vorerst keine Hinweise auf einen frühen Winter: In Lugano werden bis 6. November überwiegend Sonne, Trockenheit sowie Höchstwerte von 12 bis 15 Grad erwartet.