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Was kosten psychische Erkrankungen wirklich?

Correctiv Schweiz
Was kosten psychische Erkrankungen wirklich?

Themen: Gesundheit, Wirtschaft/Finanzen, Innen-Politik

Regionen: International, Europa

In Deutschland sind Kürzungen bei der Vergütung von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten umstritten. Eine ab April geplante Senkung um 4,5 Prozent wurde nach einer Klage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung vom Landessozialgericht Berlin-Brandenburg vorläufig gestoppt. Das im Juli verabschiedete GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz sieht dennoch weitere Sparmassnahmen vor: Die Angemessenheitsprüfung für Honorare soll entfallen, und psychotherapeutische Leistungen sollen in gedeckelte regionale Gesamtvergütungen zurückkehren. Fachverbände befürchten dadurch weniger Plätze für gesetzlich Versicherte, längere Wartezeiten und Praxisschliessungen. Bereits 2019 lagen zwischen Erstgespräch und Therapiebeginn durchschnittlich 142,4 Tage. Psychische Erkrankungen gehörten 2025 bei DAK-Versicherten zu den häufigsten Ursachen für Arbeitsausfälle und waren im ersten Halbjahr 2026 die häufigste Ursache. Für 2024 beziffert die BAuA den Verlust an Bruttowertschöpfung durch entsprechende Krankheitstage auf 38 Milliarden Euro. Eine Studie zu ambulanten Kurzzeittherapien deutet auf 40 Prozent weniger Krankheitstage im Jahr nach der Behandlung hin, belegt aber keinen eindeutigen Kausalzusammenhang.

Correctiv Schweiz

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