Themen: Umwelt, Technologie, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Das SENS-System sammelte und verarbeitete 2025 schweizweit 104’751 Tonnen ausgediente Elektrogeräte, durchschnittlich 11,48 Kilogramm pro Kopf. Nach der Rückgabe werden die Geräte sortiert, zu spezialisierten Betrieben transportiert, von Schadstoffen befreit und zerlegt. Im Schnitt lassen sich rund 75 Prozent ihrer Materialien zurückgewinnen, darunter Metalle, Kunststoffe und Glas. SENS wurde 1990 gegründet, als etwa alte Kühlschränke mit FCKW teils noch auf Deponien oder am Strassenrand landeten. Das Rücknahmesystem entstand vor der gesetzlichen Regelung und wird heute über vorgezogene Recyclingbeiträge finanziert. Über 1’500 Hersteller und Importeure beteiligen sich freiwillig. Stahl kann dank zweier Schweizer Stahlschmelzwerke vollständig im Inland verwertet werden; andere Materialfraktionen gehen kontrolliert an bewilligte Betriebe im Ausland. Defekte Geräte dürfen nicht einfach als Gebrauchtware exportiert werden. SENS betont, Recycling sei der letzte Schritt: Funktionierende Geräte sollten weitergegeben, verkauft oder wenn möglich repariert werden. Eine Finanzierungslücke entsteht insbesondere bei Geräten ausländischer Onlineplattformen, für die kein Recyclingbeitrag bezahlt wurde.