Themen: Umwelt, Klima&Energie, Wissenschaft
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg, International, Europa
Der Kanton Bern beurteilt das Risiko grosser Waldbrände anhand von Wetter, Topographie und Vegetation. Im Vergleich zur Region Bordeaux sind verheerende Flächenbrände im Berner Oberland weniger wahrscheinlich: Berge können Brände begrenzen, und die Wälder bestehen nicht aus leicht brennbaren Kiefernmonokulturen. Hänge und Föhn können Feuer jedoch beschleunigen, während Hitze und Trockenheit die Vegetation zunehmend austrocknen. Besonders gefährdet sind unter anderem trockene Schutzwälder oberhalb von Interlaken; ein Verlust könnte Orte wie Unterseen dem Steinschlag aussetzen und teure Schutzbauten erfordern. Der Kanton verfügt seit 2018 über ein Waldbrandmanagement mit Forstdiensten, Feuerwehren, Gemeinden und Regierungsstatthalterämtern. Wetterstationen und Angaben aus den Regionen fliessen in den Waldbrandindex ein und bilden eine Grundlage für Gefahrenstufen und Feuerverbote. Am Jurasüdfuss gilt trotz Regen Stufe 4 von 5, im übrigen Kanton Stufe 3. Rund 90 Prozent der Waldbrände haben menschliche Ursachen.