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Was von einem Sharing-Velo nach zehn Jahren noch übrig ist

TSRI
Was von einem Sharing-Velo nach zehn Jahren noch übrig ist

Themen: Umwelt, Wirtschaft/Finanzen, Technologie

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

PubliBike versteht Kreislaufwirtschaft vor allem als lange Nutzung und Reparatur statt als frühes Recycling. Fanny Güdel erklärt, dass Rahmen samt Kleinteilen rund 93 Prozent der Herstellungsemissionen eines Sharing-Velos verursachen, während Schlösser nur zwei Prozent ausmachen. Deshalb werden funktionierende Rahmen möglichst weiterverwendet: Nach dem Flottenwechsel in Zürich 2025 wurden bisherige Velos nicht entsorgt, sondern in Bern eingesetzt. Defekte Komponenten werden nach Möglichkeit repariert oder einzeln ersetzt, auch wenn dies teurer sein kann und sichtbare Unterschiede am Fahrzeug hinterlässt. Recycling sei zwar messbar, aber energieintensiv und mit Qualitätsverlust verbunden; entscheidend sei die Nutzungsdauer. Klassische Velos verursachen in der Herstellung laut Güdel 218 Kilogramm CO₂e, E-Bikes 434 Kilogramm. Im Betrieb fallen die meisten Emissionen bei Umverteilung und Akkuladung an. In Zürich stellte PubliBike die Logistik deshalb auf Elektroantrieb um. Bikesharing versteht das Unternehmen als flexible Ergänzung, nicht als Ersatz für ein täglich genutztes eigenes Velo.

tsri.ch

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