Themen: Gesellschaft, Innen-Politik
Regionen: International, Europa
Suzon Doppagne und Aristoteles Chantzis haben ihren Hungerstreik für den Erhalt des autonomen Athener Viertels Prosfygika beendet. Doppagne hatte Anfang Mai zu hungern begonnen, Chantzis am 5. Februar. Nachdem Chantzis am 22. Juni nach fünf Monaten und bei einem Gewicht von 35 Kilo mit lebensbedrohlichen neurologischen Folgen hospitalisiert worden war, verabschiedete das Athener Stadtparlament eine Resolution. Diese verlangt von den Verantwortlichen den sofortigen Stopp der Räumungs- und Sanierungspläne und unterstützt die Forderung, dass die Bewohner:innen bleiben können. Zugleich appellierte das Parlament an beide Aktivist:innen, den Hungerstreik zu beenden. Die Stadt Athen kann die Pläne jedoch nicht selbst stoppen: Zuständig ist die Regionalverwaltung Attika unter dem rechtskonservativen Gouverneur Nikos Chardalias, der daran festhält. Die Aktivist:innen werten die Positionierung der Stadt als Erfolg und wollen ihren Kampf mit anderen Mitteln fortsetzen.