Themen: Umwelt, Klima&Energie, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, International Unbestimmt
Mehr als 80 Landkreise, Städte und Versorger in Deutschland haben wegen Trockenheit Wasserentnahmeverbote, Wassernotstände oder Sparappelle erlassen. Besonders häufig gelten Regeln in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Für Verstösse drohen teils hohe Bussen, in Stuttgart theoretisch bis 100'000 Euro, wobei tatsächlich meist niedrigere Sanktionen oder Aufklärungsgespräche erfolgen. Kontrollen an Gewässern und auf Beregnungsflächen werden zunehmend routinemässig durchgeführt. Die meisten Bundesländer wollen zugleich die erlaubten Wasserentnahmemengen der Industrie nicht grundsätzlich senken. Bestehende Rechte könnten nur im Einzelfall angepasst werden, etwa bei gefährdeter Trinkwasserversorgung. Bayern erhebt seit 1. Juli einen Wassercent auf Grundwasser, jedoch mit Freibeträgen und Ausnahmen. Berlin und Brandenburg prüfen Änderungen, Mecklenburg-Vorpommern plant für 2027 höhere Entgelte. Die Gebühren unterscheiden sich stark; Hessen und Thüringen erheben keine. Eine DIW-Studie von 2025 sieht bei höheren Entgelten an der Spree eine messbar sinkende Nachfrage.