Themen: Klima&Energie, Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Die Trockenheit im Hitzejahr 2026 hat die Zuger Landwirtschaft unterschiedlich getroffen. Gerste, Weizen, Raps und Kirschen erzielten bis Mitte Juni gute bis sehr gute Ernten; der bewässerte Gemüsebau blieb trotz hoher Temperaturen möglich. Beim Mais erwartet die Regierung wegen Wassermangels während der Wachstumsphase unterdurchschnittliche Erträge. Besonders belastet ist das Grasland: Seit Mitte Juni wächst auf vielen Flächen weniger oder gar nichts mehr. Der Regierungsrat rechnet mit etwa zwei fehlenden Schnitten und damit rund 30 Prozent weniger Jahresproduktion. Einzelnen Betrieben drohen im Winter Futterengpässe, Milchproduzenten gelten als besonders betroffen. Der Bund hat Erleichterungen bei Weideanforderungen, Futterzukäufen und Herbstweiden freigegeben. Zug verweist auf seinen begrenzten kantonalen Spielraum, Beratungen des LBBZ und mögliche Hilfen über KERB, klimafitte Landwirtschaft oder Betriebshilfedarlehen. Die ALG fordert weitergehende Unterstützung und einen Runden Tisch zu Hitze und Trockenheit.