Themen: Umwelt
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Die Nacht der Sterne macht in Spiez auf die Folgen von Lichtverschmutzung für Natur und Menschen aufmerksam. Strassenlaternen, Schaufenster, Logos, Fassaden- und Gartenbeleuchtung können Tiere erheblich beeinträchtigen. Laut Bundesamt für Umwelt sterben in einer Sommernacht an einer einzigen Strassenlaterne bis zu 150 Insekten. Die nach oben gerichteten Lichtemissionen haben sich zwischen 1993 und 2020 mehr als verdoppelt; im Mittelland gibt es seit 1996 keinen Quadratkilometer vollständiger Nachtdunkelheit mehr. Glühwürmchen finden bei Dauerbeleuchtung schlechter zueinander, Vögel verlieren die Orientierung oder verändern ihre Aktivitätszeiten. Auch Zooplankton an Seeufern wird in seinem nächtlichen Aufstieg gestört. Eine Studie im Gantrisch und Diemtigtal zeigte 2017, dass künstliche Beleuchtung die Bestäubung auf Testflächen um 62 Prozent reduzierte. In Spiez bleibt die Strassenbeleuchtung aus Sicherheitsgründen eingeschaltet. Die Gemeinde ruft Privathaushalte dennoch auf, ihren Lichtverbrauch zu prüfen und wenn möglich zu senken.