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Wenn Lausbuben zu weit gehen

WNTI
Wenn Lausbuben zu weit gehen

Themen: Innen-Politik

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Das Bezirksgericht Winterthur hat zwei Männer wegen gefährlicher Aktionen auf Bahngleisen bei Wiesendangen verurteilt. Am 17. Februar 2023 stahlen sie mit zwei Jugendlichen ein Motorrad und legten es auf die Gleise. Ein Regioexpress kollidierte bei rund 110 km/h damit; der Zug wurde evakuiert, der Verkehr stundenlang unterbrochen. Der Schaden betrug rund 11’500 Franken. Zwei Tage später legte der ältere Beschuldigte mit Jugendlichen erneut Gegenstände aus einer Scheune und einer nahen Baustelle auf die Gleise. Ein Zug prallte darauf, hob sich laut Anklage leicht an, musste evakuiert werden und verursachte über 140’000 Franken Schaden. Verletzt wurde niemand. Der 22-Jährige erhielt wegen Störung des öffentlichen Verkehrs und Sachbeschädigung zwölf Monate bedingt bei zwei Jahren Probezeit. Der ältere Mann erhielt 24 Monate Freiheitsstrafe; diese wurde zugunsten einer ambulanten Behandlung aufgeschoben, da eine organische Persönlichkeitsstörung berücksichtigt wurde. Vier minderjährige Beteiligte wurden separat nach Jugendstrafrecht beurteilt.

WNTI

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