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«Wenn Rot sich falsch anfühlt» – dann fährt man halt einfach

Infosperber
«Wenn Rot sich falsch anfühlt» – dann fährt man halt einfach

Themen: Gesellschaft, Technologie

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Das Velojournal argumentiert, dass vorsichtiges Weiterfahren bei Rot für Velofahrende unter Umständen sicherer sein könne als Anhalten. Als Gründe nennt es die Instabilität im Stillstand, den Aufwand beim Anfahren, eine bessere Übersicht und die Gefahr des toten Winkels bei Lastwagen. Der Beitrag weist diese Begründungen zurück: Lichtsignalanlagen könnten sich verändern, auch Ortskundige würden überrascht, und Velofahrende sollten sich nicht neben Lastwagen im toten Winkel aufstellen. Eine deutsche Studie stellte vor zehn Jahren fest, dass Velofahrende 17 Prozent der Rotlichter missachteten und in weiteren 5 Prozent der Fälle über das Trottoir auswichen. Das Velojournal verweist dagegen auf 58 Unfälle im Jahr 2024, die auf Rotlichtmissachtung durch Velofahrende zurückgeführt wurden. Kritisiert wird zudem die Umsetzung der seit 2021 möglichen Rechtsabbiegeregel bei Rot: Das erforderliche Zusatzsignal sei klein und meist unbeleuchtet, weshalb korrekt abbiegende Velofahrende häufig als Regelbrecher wahrgenommen würden.

Infosperber

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