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«Nein heisst Nein» schützte den Täter vor einer höheren Strafe

Infosperber
«Nein heisst Nein» schützte den Täter vor einer höheren Strafe

Themen: Gleichstellung, Innen-Politik, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Europa

Marius Høiby, Sohn der norwegischen Kronprinzessin, ist zu vier Jahren Haft verurteilt worden; das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Er war in 40 Punkten angeklagt, darunter vier Vergewaltigungsvorwürfe. Das Gericht sah sexuelle Handlungen an zwei schlafenden Frauen als erwiesen an, sprach den 29-Jährigen aber in zwei weiteren Fällen frei. Zur Tatzeit galt in Norwegen noch die Widerspruchslösung «Nein heisst Nein»: Betroffene mussten einen klaren Widerspruch, Gewalt oder Wehrlosigkeit nachweisen. Weil es keine Zeugen gab, beurteilte das Gericht Fotos und Videos, die Høiby selbst angefertigt hatte. In zwei Fällen blieben Zweifel daran, ob die Frauen schliefen. Norwegen hat inzwischen die Zustimmungslösung «Ja heisst Ja» eingeführt, nach der sexuelle Handlungen eine ausdrückliche Zustimmung erfordern. Ohne Einverständnis wären die Handlungen strafbar; nach dieser Regelung wäre Høiby laut Beitrag wohl in allen vier Fällen verurteilt worden. Der Prozess löste eine breite gesellschaftliche Debatte aus.

Infosperber

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