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«Wesentliche Schlichtheit»

Journal21
«Wesentliche Schlichtheit»

Themen: Kultur/Feuilleton

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Das Kunsthaus Zürich widmet Vilhelm Hammershøi erstmals in der Schweiz eine Retrospektive unter dem Titel «Maler des stillen Klangs». Rund 70 Gemälde zeigen seine konzentrierte Bildsprache: menschenarme Interieurs mit Frauen in Rückenansicht, offene Türen und Korridore, neblige Architekturansichten, Landschaften und wenige Porträts. Grau in zahlreichen Nuancen, sparsames Licht und sorgfältig gesetzte Gegenstände prägen die Kompositionen. Die Ausstellung ordnet Hammershøis Werk nach Motiven und stellt einzelnen Bildern Werke etwa niederländischer Malerei des 17. Jahrhunderts, Adolf von Menzels und Félix Vallottons gegenüber. Der Text hebt Verbindungen zu Vermeer, Symbolismus und Zeitgenossen wie Vallotton hervor, betont jedoch Hammershøis Eigenständigkeit. Seine Bilder verzichten weitgehend auf Handlung und Narration zugunsten von Ruhe, Atmosphäre und einer zurückhaltenden, melancholischen Welt. Die Schau läuft bis 25. Oktober und entstand in Kooperation mit dem Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid.

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