Themen: Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: International, Europa
Die deutsche Regierung unter Friedrich Merz schlägt laut dem Kommentar eine Rentenreform mit einem zusätzlichen zentral verwalteten Kapitalfonds vor. Arbeitnehmer und Arbeitgeber sollen dafür je ein Prozent des Bruttolohns einzahlen; individuelle Kapitalstände wären zwar ausgewiesen, aber nicht vererbbar. Als Vergleich dient der Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung KENFO, der 2017 mit 24,1 Milliarden Euro startete und heute nach Auszahlungen rund 25,6 Milliarden verwaltet. Der Autor wertet dessen Entwicklung unter Einbezug der Inflation als realen Verlust und bezweifelt damit den Nutzen eines Kapitalfonds für die gesetzliche Rente. Er verweist auf die Rolle von BlackRock Investment Management UK und Fachleuten des BlackRock Investment Institute bei KENFO sowie auf Beteiligungen von BlackRock an der Deutschen Bank. Bei Bruttolöhnen von rund 1,9 Billionen Euro im Jahr 2025 ergäben zwei Prozent jährlich etwa 38 Milliarden Euro zusätzliche Einzahlungen.