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Wie die Grenze von Ceuta dichtgemacht wird

Correctiv Schweiz
Wie die Grenze von Ceuta dichtgemacht wird

Themen: Migration/Asyl, Innen-Politik, Gesellschaft

Regionen: International, Europa

Marokko und Spanien haben die Grenze zur spanischen Exklave Ceuta nach einer Massenflucht Ende Juli deutlich stärker gesichert. Marokko errichtete Checkpoints, positionierte Wasserwerfer und verstärkte die Polizeipräsenz bis in die rund vier Kilometer entfernte Gemeinde Fnideq. Spanien setzte zusätzliche Militärkräfte ein. Beide Staaten wollen eine erneute Überquerung verhindern, nachdem in sozialen Netzwerken zu einer weiteren Migrationsbewegung aufgerufen worden war. Ende Juli waren nach Angaben im Bericht rund 70'000 Menschen von Marokko nach Ceuta geflohen; die Hintergründe bleiben ungeklärt. In Ceuta halten sich weiterhin Tausende Menschen auf. Das spanische Innenministerium korrigierte seine Schätzung auf 5000 erwachsene irreguläre Migranten sowie 1989 registrierte Minderjährige. Viele schlafen am Strand oder vor einer überfüllten Unterkunft für Minderjährige im Industriegebiet Tarajal. Jugendliche aus Tetouan und Fes schildern, Instagram-Beiträge über eine offene Grenze hätten sie zum Aufbruch bewogen. Sie berichten von Panik bei der Überquerung durchs Meer, fehlenden Arbeitsmöglichkeiten und einem schlechten Bildungssystem in Marokko.

Correctiv Schweiz

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