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Wie ein Theaterprojekt Armut erlebbar macht

Journal B
Wie ein Theaterprojekt Armut erlebbar macht

Themen: Kultur, Gesellschaft, Ungleichheit

Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg

Das Theaterprojekt «Ar.Mut – was wäre, wenn ich?» macht in einer eigens eingerichteten Wohnung im Berner Murifeld Erfahrungen von Armut unmittelbar erfahrbar. Das Publikum erhält vorab eine Briefgeschichte und erkundet anschliessend die Räume in Gruppen, jedoch mit individuellen Aufgaben. Rechnungen im Briefkasten, Anträge und Behördenbriefe müssen unter Zeitdruck bearbeitet werden; das Ticken einer Küchenuhr verstärkt die Belastung. Das Format verbindet Elemente von Escape Room, Pen-and-Paper-Spiel, Live-Action-Rollenspiel und Schnitzeljagd. Theaterschaffende entwickelten das Projekt gemeinsam mit armutsbetroffenen Menschen, die als Expertinnen und Experten ihre Erfahrungen mit Ämtern, Bewältigungsstrategien und erlebter Gewalt einbrachten. Dennis Schwabenland will insbesondere Menschen ohne eigene Armutserfahrung ansprechen. Eine gemeinsame Schlussaufgabe und ein Nachgespräch sollen die zunächst einsame Erfahrung in einen Austausch über Vorurteile, gesellschaftliche Verantwortung und mögliche Veränderungen überführen. Das Projekt ist bis 5. Juli zugänglich.

journal-b.ch

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