Themen: Gesellschaft, Gesundheit
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Fast die Hälfte der über 80-Jährigen engagiert sich freiwillig in Vereinen und Organisationen. Eine Studie der Hochschule Luzern kommt zum Schluss, dass nicht das Alter darüber entscheidet, wie lange Menschen freiwillig tätig bleiben können. Wichtiger sind Gesundheit, Mobilität und die konkrete Aufgabe. Einen allgemeinen Zeitpunkt, ab dem Menschen für Freiwilligenarbeit zu alt wären, gebe es nicht. Freiwilliges Engagement kann soziale Kontakte schaffen, den Alltag strukturieren und das Gefühl vermitteln, gebraucht zu werden. Damit kann es Einsamkeit vorbeugen. Die Studienleitung betont jedoch, dass es kein Allheilmittel ist: Nicht engagierte Menschen sind nicht zwingend einsam, und engagierte Personen sind nicht automatisch geschützt. Engagement dürfe keine Pflicht sein. Endet eine Tätigkeit, kann ein wichtiges soziales Netz verloren gehen. Empfohlen werden daher Beziehungen über das Engagement hinaus sowie Angebote für frühere Freiwillige und flexible Rollen, die eine schrittweise Reduktion ermöglichen.