Themen: Gesundheit, Gesellschaft, Wissenschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Forschende der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften untersuchen den Zugang junger queerer Menschen zur Gesundheitsversorgung in der Schweiz. Frühere Studien zeigen laut Tobias Kuhnert eine deutlich schlechtere psychische, körperliche und sexuelle Gesundheit von LGBTIQ-Menschen gegenüber nicht-queeren Personen. Trans und nonbinäre Menschen seien besonders stark belastet. Lesbische, schwule und bisexuelle Menschen hätten etwa viermal häufiger mindestens einmal einen Suizidversuch unternommen; LGBTIQ-Jugendliche sowie trans und nonbinäre Menschen seien besonders gefährdet. Mehr als doppelt so viele queere Menschen wie in der übrigen Bevölkerung verzichteten aus Misstrauen auf Gesundheitsleistungen, rund 25 Prozent hätten im Gesundheitssystem Diskriminierung erlebt. Die neue Studie will Erfahrungen und Entscheidungswege von 18- bis 25-Jährigen sowie Sichtweisen von Fachpersonen und Organisationen erfassen. Die Ergebnisse sollen mit Community und Gesundheitsbereich diskutiert und in Materialien zur Verbesserung der Versorgung umgesetzt werden.