Themen: Gesellschaft, Gleichstellung
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Die Stadt Bern hat nach einem Konflikt vom 28. Juni im FKK-Frauenbereich «Paradiesli» des Marzilibads ihre Zugangsregel erläutert. Eine Transfrau hatte sich dort aufgehalten, worauf es zwischen Badegästen zu einem Streit kam. Sicherheitsdienst und Polizei intervenierten; eine Polizistin wurde leicht verletzt, die Transfrau in Handschellen weggeführt. Laut städtischer Mitteilung haben alle Personen Zugang, die sich als Frau identifizieren und als solche leben. Auf Nachfrage präzisierte die Stadt, dies bedeute einen vollzogenen sozialen Rollenwechsel und ein Leben als Frau im Alltag; nach aussen könne sich dies etwa durch Namen, Anrede, Erscheinungsbild oder Auftreten zeigen. Zugleich gebe es keinen Katalog äusserer Merkmale zur Beurteilung des Zugangs. Der Autor beanstandet die Definition als Zirkelschluss und sieht in den Verweisen auf Erscheinungsbild und Auftreten die Gefahr stereotyper Vorstellungen von Weiblichkeit.