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Ferkel leiden wegen Überproduktion

Infosperber
Ferkel leiden wegen Überproduktion

Themen: Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Europa

Die Schweizer Schweinebranche transportiert wegen Überproduktion seit Juni wöchentlich Ferkel zu einem Schlachthof bei Schwäbisch Hall. Swissporcs rechnete zunächst damit, bis Ende November 22’600 Tiere exportieren zu müssen. Proviande meldete später, rund 5000 Ferkel seien in der Schweiz und 11’000 im Ausland geschlachtet worden; die verbleibenden Marktentlastungsmassnahmen würden Ende September vorläufig eingestellt. Für die rund zwei Monate alten Tiere dauert die Fahrt bis zu zehn Stunden und damit länger als unter Schweizer Vorschriften erlaubt wäre. Die Organisationen Tier im Fokus und Tier im Recht haben wegen Tierquälerei Anzeige erstattet. Sie argumentieren, ein rein betriebswirtschaftliches Interesse rechtfertige tierschutzrelevante Belastungen nicht. Proviande und Swissporcs halten dagegen, die Transporte seien bewilligt, überwacht und erfolgten in klimatisierten Speziallastwagen mit Wasser. Die Branche verweist darauf, dass überfüllte Ställe ebenfalls dem Tierwohl schaden würden.

www.infosperber.ch

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