Themen: Klima&Energie, Umwelt, Wissenschaft
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Moritz Burger vom Geographischen Institut der Universität Bern untersucht, wie Klimawandel die Stadt erhitzt und welche Anpassungen möglich sind. Bei drei Grad globaler Erwärmung könnten in Bern bis 2050 pro Sommer 25 Tage mit einer durchschnittlichen Temperatur von über 25 Grad zur Normalität werden; Burger hält es für möglich, dass dieser Wert bereits im aktuellen Sommer erstmals erreicht wird. Messungen seit 2018 und der Vergleich mit 1973 zeigen deutlich steigende Temperaturen. Bern profitiert laut Burger von Grünflächen, Hügeln mit Kaltluft und der kühlenden Aare, während Zürich oder Genf nachts schlechter abkühlen. Er fordert mehr Grün, wasserdurchlässige Flächen und Ventilation in der Stadtplanung. An der Optingenstrasse wird das Schwammstadt-Konzept mit entsiegelten Flächen und Bäumen umgesetzt. Bis 2035 will die Stadt 140’000 Quadratmeter Boden entsiegeln. Burger betont jedoch, dass Anpassung die Begrenzung der Erwärmung nicht ersetzt.