Themen: Klima&Energie, Wirtschaft/Finanzen, Umwelt
Regionen: International, Europa
Historisch niedrige Pegelstände in Rhein, Elbe und Donau beschäftigen Deutschlands neuen Verkehrsminister Steffen Bilger. Bei einer Niedrigwasser-Konferenz mit Wirtschaftsverbänden beriet er über Lieferengpässe und kündigte an, Gütertransporte über Land auszubauen sowie das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen auszusetzen. Besonders kritisch ist die Lage bei Kaub in Rheinland-Pfalz, einem Engpass der Rheinschifffahrt: Der Pegel beträgt dort 20 Zentimeter und liegt unter dem Tiefstwert des Dürresommers 2018. Frachtschiffe können deshalb weniger laden oder die Strecke nicht passieren. Laut zitierten Berechnungen kann ein Monat Niedrigwasser bei Kaub die Industrieproduktion um rund ein Prozent drücken und zwischen einer und zwei Milliarden Euro Wertschöpfung kosten. Unternehmen wie Thyssenkrupp und BASF setzen auf flachgehende Schiffe. Fachleute warnen, Ausbaggerungen lösten das Problem des Wassermangels nicht. Bei geringerer Wasserführung steigen zudem die Konzentrationen von Chemikalien aus Abwasser im Rhein.