Themen: Klima&Energie, CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Der Wärmeverbund der Zuger Altstadt wird weiterhin zu rund 95 Prozent mit fossilem Erdgas betrieben. Die für Herbst 2026 geplante Seewasser-Wärmepumpe geht nicht wie vorgesehen in Betrieb, weil für den ersten Standort der Energiezentrale die Zustimmung der Eigentümerschaft fehlte. Zudem verzögern sich Anpassungen an Hausstationen und Heizungsregelungen im Retrofit-Programm; auch technische Anforderungen bei der Seewassernutzung, darunter die Quagga-Muschel, erschweren das Vorhaben. Seit Oktober 2024 bezahlen angeschlossene Liegenschaften laut FDP einen auf 13 Franken netto je Kilowatt installierter Leistung erhöhten, ungefähr verdoppelten Grundpreis. Gemeinderat André Bliggenstorfer kritisiert die Erhöhung sowie private Umbaukosten, während die versprochene erneuerbare Wärme ausbleibe. WWZ hält dagegen, die Tarifanpassung habe frühere Verluste von rund fünf Millionen Franken nicht gedeckt, sondern erst die Kostendeckung des Verbunds ermöglicht. Eine weitere Preisanpassung im Oktober 2026 wird verschoben. Die FDP verlangt vom Stadtrat Auskunft über seinen Informationsstand und die Kommunikation der Verzögerung.