Themen: Krieg&Frieden, Gesellschaft, Kultur
Regionen: International, Westasien
Christliche Gemeinden in Israel, dem Westjordanland und Gaza sehen ihre Existenz durch Krieg, Gewalt, wirtschaftliche Not und Abwanderung bedroht. Christen machen laut Angaben weniger als zwei Prozent der Bevölkerung aus; die meisten sind arabische Palästinenser. Dokumentiert werden zunehmende antichristliche Übergriffe in Jerusalem, während der Einbruch des Pilgertourismus zahlreiche Familien trifft. Kritiker werfen der Regierung Netanjahu vor, extremistische Gewalt und den Druck auf kirchliche Einrichtungen nicht ausreichend einzudämmen. Im Westjordanland leiden Gemeinden unter geschlossenen Übergängen und Arbeitslosigkeit. Taybeh, das letzte rein christliche palästinensische Dorf, ist laut lokalen Geistlichen durch Siedlergewalt, ein militärisches Sperrgebiet und einen geplanten Außenposten bedroht. In Gaza sank die Zahl der Christen seit Oktober 2023 von über tausend auf rund 545; mindestens 60 Gemeindemitglieder starben. Zwei christliche Frauen wurden am 2. Oktober 2026 bei einem Luftangriff in Gaza-Stadt getötet.