Themen: CH-Politik, Krieg&Frieden, Technologie
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Der Zürcher Regierungsrat will den Kanton als Standort für Unternehmen der Rüstungs- und Sicherheitstechnologie stärken. Geplant sind insbesondere die Förderung moderner Drohnentechnologie, Kooperationen zwischen Hochschulen und Kriegsunternehmen sowie Innovationshubs mit Test- und Pilotumgebungen. Der Regierungsrat begründet dies mit geopolitischen Risiken, hybriden Bedrohungen und dem Ziel technologischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Resilienz. Auch bei Regulierung, Beschaffung und Sicherheitsstandards sollen Unternehmen und besonders Start-ups Unterstützung erhalten. Zudem soll die Bevölkerung stärker für Sicherheitsthemen sensibilisiert und ein gesellschaftlicher Dialog geführt werden. Der Beitrag wertet diese Strategie als Militarisierung des Zürcher Wirtschaftsstandorts und bezweifelt, dass antimilitaristische Positionen im vorgesehenen Dialog ausreichend Raum erhalten. Er stellt die Zürcher Pläne in den Kontext steigender europäischer Rüstungsausgaben und einer Vorbereitung europäischer Staaten auf mögliche Konflikte mit Russland. Der Text kritisiert zudem mögliche Folgen für Meinungsfreiheit, Protest und die Rolle der Schweiz in der europäischen Sicherheitspolitik.