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Zwischen Krieg und Zerfall: Irans innere Sackgasse

Journal21
Zwischen Krieg und Zerfall: Irans innere Sackgasse

Themen: Iran Krieg, Geopolitik, Gesellschaft

Regionen: International, Westasien

Im Iran konkurrieren nach dem 60-Tage-Krieg 2026 zwei Machtzentren um die Überlebensstrategie des Regimes. Parlamentspräsident Ghalibaf, Aussenminister Araghchi und Verwaltungstechnokraten setzen auf Verhandlungen, wirtschaftliche Erholung und eine schrittweise Modernisierung der Islamischen Republik. Ihre Signale für ein Friedensabkommen mit den USA scheiterten jedoch offenbar an fehlender Rückendeckung durch Revolutionsführer Mojtaba Khamenei. Dessen Umfeld und die Revolutionsgarden betrachten die Feindschaft mit Amerika und Israel als Fundament ihrer Herrschaft. Ein Ende der Konfrontation könnte nach ihrer Einschätzung gesellschaftliche Forderungen freisetzen, die das Regime nicht kontrollieren kann. Gleichzeitig belasten Mangel, rationierte Güter, steigende Preise, ein erwarteter BIP-Rückgang von über sechs Prozent und Internetausfälle die Bevölkerung. Khamenei ist seit einem Angriff vom 28. Februar nicht mehr öffentlich aufgetreten, kann aber als unsichtbare Vetomacht Initiativen blockieren. Ein Abkommen ohne Zustimmung seines Apparats hätte demnach keine Umsetzungskraft.

Journal21

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