Themen: Kultur/Feuilleton, Migration/Asyl, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Im Salon von Carlo entwickelt sich ein satirischer Dialog über die Islamkritik seiner Bekannten Sarah. Carlo behauptet, sie habe aus Hadith-Sammlungen geschlossen, Mohammed habe mit der jungen Aischa eine Ehe vollzogen, und kritisiere daraufhin den Islam als totalitäre Staatsdoktrin, die Pädophilie und Gewalt gegen Andersgläubige legitimiere. Carmela reagiert mit Missverständnissen und Einwänden und bezweifelt, dass die von Carlo beschworenen «Rechtsschaffenden» muslimische Quellen tatsächlich genau lesen. Die Unterhaltung weitet sich auf historische Reiche, Missionierung und Gewalt aus, darunter Kalifate, das Osmanische Reich, Kreuzfahrer sowie britische und deutsche Kolonialherrschaft. Als Carlo «Remigration» als möglichen Kompromiss nennt, karikiert Carmela die Idee anhand von Xherdan Shaqiri, Mustafa Atici und Sibel Arslan. Schliesslich stellt Carlo selbst die Frage, wohin auch ein neunjähriges verheiratetes Mädchen zurückgeschickt würde, und die Kolumne spielt zudem auf Sarahs lokale politische Verankerung an.