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19-Jährige gibt an, als Jugendliche Missbrauchsvorwürfe erfunden zu haben

TSRI
19-Jährige gibt an, als Jugendliche Missbrauchsvorwürfe erfunden zu haben

Themen: Innen-Politik, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Eine Frau erklärte einen Tag nach ihrem 19. Geburtstag gegenüber dem Zürcher Obergericht, sie habe die Vorwürfe gegen ihre Mutter und ihren Stiefvater erfunden. Als 14-Jährige hatte sie ihnen jahrelange Schläge vorgeworfen und den Stiefvater zudem der sexuellen Gewalt beschuldigt. Beide sassen jeweils 599 Tage in Untersuchungs- und Sicherheitshaft und waren vom Bezirks- sowie Obergericht verurteilt worden: der Stiefvater zu 50 Monaten wegen schwerer Körperverletzung und mehrfachen sexuellen Kindesmissbrauchs, die Mutter zu 47 Monaten wegen Gehilfenschaft. Nach ihrem Geständnis wurden die Schuldsprüche aufgehoben. Ermittlungen fanden laut Darstellung keine Hinweise auf Druck zur Rücknahme. Kritisiert wird die Beurteilung psychischer Auffälligkeiten bei der damaligen Einvernahme, darunter Berichte über Stimmen und bedrohliche Gestalten. Die Häufigkeit bewusster Falschbeschuldigungen bei sexueller Gewalt lässt sich statistisch nicht zuverlässig bestimmen; zugleich bleibt ein grosser Teil der Vergewaltigungen unangezeigt.

TSRI

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