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21 Jahre Haft

Journal21
21 Jahre Haft

Themen: Kultur, Gesellschaft, Innen-Politik

Regionen: International, Westasien

Die Teheraner Sängerin Hiwa Seyfizadeh ist nach einem kurzen Soloauftritt im Kulturzentrum Emarat-e RooBeRoo zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. Sie hatte am 27. Februar 2025 einige Verse des Dichters Saadi mit traditionellem iranischem Sologesang vor gemischtem Publikum vorgetragen, bevor Sicherheitskräfte den Auftritt abbrachen und sie festnahmen. Frauen dürfen im Iran allein nur vor rein weiblichem Publikum singen. Das Urteil vom August 2026 begründet die Strafe mit «Förderung von Korruption und Prostitution»; Seyfizadeh will es anfechten. Nach Angaben der Verteidigung erhielten Organisatorin Ghazal Nahani zehn und Kulturzentrumsleiter Hooman Memarpanahi sieben Jahre Haft. Diese Strafen sind nicht unabhängig bestätigt, alle Urteile noch nicht rechtskräftig. Vertreter des offiziellen Musikbetriebs und ein Kommunikationsrechtsexperte kritisieren die Strafhöhe als unverhältnismässig. Unklar bleibt, ob Gesang, fehlende Genehmigung oder beides ausschlaggebend war. Vergleichbare Verfahren gegen Sängerinnen zeigen ein hartes Vorgehen der Justiz.

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