Themen: Kultur/Feuilleton
Regionen: International, Europa
Edward Elgars Cellokonzert op. 85 entstand 1918 und 1919 und gilt als letztes bedeutendes Werk des englischen Komponisten. Elgar, 1857 geboren und 1934 gestorben, hatte zuvor mit den «Enigma Variationen» und dem Oratorium «The Dream of Gerontius» über England hinaus Anerkennung gefunden. Das Cellokonzert wird als melancholische Reflexion auf frühere Erfolge und auf Elgars Depressionen am Lebensende verstanden. Seine sparsame Orchestrierung lässt die Musik transparent erscheinen. Die vier Sätze sind eng miteinander verbunden und werden durch solistische Kadenzen gegliedert. Für Cellistinnen und Cellisten von Weltrang gehört das Werk zum unverzichtbaren Repertoire. Jacqueline du Pré nahm es mehrfach auf, unter anderem mit ihrem Ehemann Daniel Barenboim. Besonders hervorgehoben wird ihre Einspielung von 1965 mit dem London Symphony Orchestra unter Sir John Barbirolli, die Warner Classics 2020 remasterte.