Themen: Innen-Politik, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Das Baselbieter Strafgericht hat einen 28-Jährigen wegen mehrfacher Misshandlung und qualvoller Tötung von Katzen zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten verurteilt. Eine Katze erlitt unter anderem einen gebrochenen Unterkiefer, Rippenbrüche, einen Oberschenkelhalsbruch und einen Pneumothorax, überlebte aber nach mindestens 16 Tagen in einer Tierklinik. Die zweite Katze starb im März 2023 nach Misshandlungen durch Ersticken. Die 30-jährige Partnerin war wegen unterlassener Hilfeleistung mitangeklagt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Tierschutzmeldungen im Baselbiet nehmen zu: Von 150 im Jahr 2021 stieg ihre Zahl auf 214 im Jahr 2025. Die Zahlen umfassen auch Meldungen, bei denen Kontrollen keine Verstösse ergeben. 2025 wurden im Kanton 31 Tierschutzfälle abgeschlossen. Laut Behörden spielen eine stärkere Sensibilisierung, mehr gehaltene Tiere sowie psychische und soziale Probleme von Tierhaltenden eine Rolle. Die Dunkelziffer bei Tierquälerei bleibt unbekannt.