Themen: Ukraine Krieg, Krieg&Frieden, Geopolitik
Regionen: International, Europa
Kyrylo Budanov forderte am 28. August monatlich mindestens 30’000 neue Soldaten. Polens Ministerpräsident Donald Tusk bezifferte die ukrainischen monatlichen Verluste am 17. September auf 27’000 Tote oder Verwundete. Der Autor folgert daraus, das ukrainische Wehrpotenzial sei nach bald fünf Kriegsjahren und der Mobilisierung von vermutlich deutlich über zwei Millionen Soldaten weitgehend erschöpft. Eine Entsendung europäischer Nato-Soldaten in Logistik oder Luftabwehr löse den Personalmangel an der Front seiner Einschätzung nach nicht. Die Ukraine verfüge in rückwärtigen Funktionen nicht primär über zu wenig Personal; zudem könnten Sprachbarrieren und der Abzug von Spezialisten die Kampfkraft schwächen. Benötigt würden motivierte, gut ausgebildete Soldaten im frontnahen Einsatz. Die statische Verteidigung verursache unter russischen Drohnen-, Artillerie- und Bombenangriffen hohe Verluste. Der Autor fordert daher direkte europäische Fronttruppen für eine dynamischere Verteidigung und lokale Offensiven oder maximale politische Anstrengungen für einen dauerhaften Frieden.