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«80 Prozent sind kriminell!»: Das Problem gibts – aber nicht so

Infosperber
«80 Prozent sind kriminell!»: Das Problem gibts – aber nicht so

Themen: Migration/Asyl, Gesellschaft, KI/Digital

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Eine interne Auswertung des Staatssekretariats für Migration zu Asylsuchenden aus dem Maghreb wurde von mehreren Medien unterschiedlich und teils ungenau dargestellt. Der Blick titelte zunächst, 80 Prozent seien kriminell, und bezog sich auf einen Satz der Auswertung, wonach nur ein Fünftel der Gruppe während des Aufenthalts in der Schweiz nicht straffällig aufgefallen sei. Nach Angaben des Staatssekretariats untersuchte die Auswertung jedoch nicht, wie viele Personen straffällig wurden oder rechtskräftig verurteilt waren. Sie erfasste vielmehr, wie viele als Beschuldigte in Verfahren wegen Verstössen gegen das Strafgesetzbuch geführt wurden. Das SEM begründet diese Kategorie damit, dass eine kleine Gruppe transitierender Migranten viele Delikte begehen und weiterreisen könne, bevor es zu rechtskräftigen Urteilen komme. Der Blick änderte seinen Online-Titel nach einer Intervention des SEM in «80 Prozent der Maghreb-Asylsuchenden in Strafverfahren verwickelt». Auch SRF, Weltwoche und Tamedia verwendeten unterschiedliche Formulierungen zur Einordnung der Zahlen.

www.infosperber.ch

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