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Abriss am Bahnhof Zug legt weiteres Geheimnis frei

Zentralplus
Abriss am Bahnhof Zug legt weiteres Geheimnis frei

Themen: Kultur, Leben

Regionen: Schweiz, Zentralschweiz

Der Abbruch des Hauses Urania an der Alpenstrasse beim Bahnhof Zug hat eine historische Fassadenwerbung für «Die feine Zuger Kirschtorte M. Götsch» freigelegt. Das Wandbild befindet sich an der Brandmauer des Nachbarhauses Terminus und war seit dem Bau des Hauses Urania 1948 verdeckt. Bereits zuvor war an derselben Wand eine monumentale Bernina-Nähmaschinen-Reklame von 1941 sichtbar geworden. Max Götsch eröffnete 1938 an der Alpenstrasse 14 eine Confiserie und stellte eigene Kirschtorten her. Laut Grafiker Ueli Kleeb liess er die Werbung vermutlich ab 1941 anbringen. Götsch hatte bei Heinrich Höhn gelernt, der die Zuger Kirschtorte 1915 entwickelt hatte, und verwies bei seinen Torten auf dessen Originalrezept. Nach Götschs Geschäftsaufgabe 1956 ging das Rezept an Albert Meier senior. Wer direkt über Höhns ursprüngliches Rezept verfügte, bleibt ungeklärt. Hinweise auf ein Bewilligungsverfahren für die Reklame fehlen.

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