Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik, Ungleichheit
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
In der Stadt Luzern entscheidet das Stimmvolk am 27. September über den seit Januar 2026 geltenden Mindestlohn von 22.75 Franken pro Stunde. Die knappe bürgerliche Mehrheit im Grossen Stadtrat will die Regelung abschaffen. Der kantonale KMU- und Gewerbeverband KGL unterstützt dies: Direktor Jérôme Martinu warnt vor gefährdeten Arbeitsplätzen, sinkender Wettbewerbsfähigkeit und Druck auf Berufslehren, weil ungelernte Kräfte ähnlich verdienen könnten wie Fachkräfte. Der progressive Verein «Luzerner Unternehmen – der Gewerbeverein» empfiehlt dagegen ein Nein zur Abschaffung; 93 Prozent seiner Mitglieder hätten sich gegen das Referendum ausgesprochen. Er bezeichnet den Mindestlohn als funktionierend und als Beitrag zu fairem Wettbewerb. Das Verkehrshaus nennt Rechtsunsicherheit und kurze Umsetzungsfristen als Herausforderungen. Ein Freizeitunternehmen kritisiert gleiche Einstiegslöhne für neue und erfahrene Mitarbeitende sowie Unterschiede zur Filiale in St. Gallen.