Themen: Bildung, Wissenschaft, Gesellschaft
Regionen: International, Westasien
Yishai Fraenkel warnt davor, dass Israels anhaltende Krisen und die hohen Ausgaben für Verteidigung, Wiederaufbau und soziale Folgen des Krieges langfristige Investitionen verdrängen könnten. Nothilfe für Betroffene des Kriegs mit der Hamas, für Geiseln sowie angesichts der Bedrohung durch Iran und dessen Stellvertreter bleibe nötig. Dennoch dürfe sie nicht den Blick auf den Aufbau der Zukunft verengen. Bildung, Forschung und Universitäten seien für Israel zentrale Infrastruktur. Der Hightech-Sektor, Exporte, Innovation und internationale Wettbewerbsfähigkeit beruhten auf jahrzehntelangen Investitionen in Forschende, Lehrkräfte, Studierende und Unternehmertum, nicht auf Rohstoffen oder einem grossen Binnenmarkt. Philanthropie ergänze dabei die staatliche Finanzierung. Die Hebräische Universität Jerusalem stehe für diese langfristige Aufgabe. Sie verbinde Studierende unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen, habe zehn Nobelpreisträger hervorgebracht und Führungskräfte für Wissenschaft, Staat, Wirtschaft und Recht ausgebildet. Fraenkel fordert, Israels Bildungsqualität trotz der gegenwärtigen Belastungen zu sichern.