Themen: Kultur, Migration/Asyl, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Aina Rea Aliotta hat ein neues Atelier in der Remise an der Büelrainstrasse in Winterthur bezogen und entwickelt dort künstlerische Arbeiten zu Erinnerung, Mehrfachzugehörigkeit und Mehrsprachigkeit. Die 26-Jährige lebt nach 27 Jahren in Zürich nun in jener Stadt, in der ihre väterlichen Grosseltern mit sizilianischen Wurzeln lebten. Ihr Grossvater betrieb in der Altstadt einen Coiffeursalon, ihre Grossmutter arbeitete unter anderem bei Sulzer. Auch mütterlicherseits stammen ihre Grosseltern aus Familien migrantischer Arbeitskräfte mit spanischen und katalanischen Wurzeln. Familienarchive mit Büchern, Zeitungsausschnitten und Erinnerungsstücken bilden eine wichtige Grundlage ihrer Arbeit. Im Rahmen eines Förderprogramms der Zürcher Hochschule der Künste recherchiert Aliotta zu Erinnerungsarbeit und Pluralität. Am 12. September zeigt sie bei der KleinKunstRallye am Oberen Graben eine Tanzperformance zur Geschichte italienischer Arbeitsmigrant:innen. Sie verbindet diese Geschichte mit aktuellen Baustellen, rassistischen Diskursen und der Frage gesellschaftlicher Zugehörigkeit.