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Am meisten Tote in der Aare: eine dumme Tamedia-Schlagzeile

Infosperber
Am meisten Tote in der Aare: eine dumme Tamedia-Schlagzeile

Themen: Unbestimmt

Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg

Die Kritik richtet sich gegen Schlagzeilen von Tamedia-Zeitungen, wonach in der Aare und im Kanton Bern am meisten Menschen ertrinken. Solche Ranglisten erzeugten den Eindruck, die Aare sei der gefährlichste Schweizer Fluss, obwohl dort wegen ihrer Länge, zahlreicher Badestellen und des verbreiteten Aareschwimmens auch besonders viele Menschen badeten. Seit 2012 seien in der Aare 75 Menschen ertrunken; schweizweit sterben laut Schweizerischer Lebensrettungsgesellschaft jährlich durchschnittlich rund 50 Personen durch Ertrinken. Die reine Zahl der Todesfälle sei jedoch keine aussagekräftige Risikokennzahl. Bereits vor einem Jahr wurde anhand der Flusslänge vorgerechnet, dass pro Kilometer Limmat mehr Menschen ertranken als pro Kilometer Aare. Aussagekräftiger wäre laut Kritik ein Vergleich mit der Zahl der Badenden oder Schwimmenden. Die kantonale Rangliste liefere ebenfalls kaum Erkenntnisse, weil grössere Kantone mit mehr Gewässern auch mehr Badegäste hätten.

Infosperber

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