Themen: Innen-Politik, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Der Umbau der Bushaltestelle Römertor hat zum Wegfall eines Fussgängerstreifens an der Stadlerstrasse geführt. Die Stadt baute beide Haltekanten im Sommer nach Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes um, damit Menschen im Rollstuhl selbstständig ein- und aussteigen können. Die breiteren Haltestellen machten die bisherige Mittelinsel laut Tiefbauamt unmöglich, weil ein haltender Bus sonst nicht mehr überholbar wäre. Das Amt wollte den hindernisgerechten Ausbau zeitnah umsetzen; eine Nichtüberholbarkeit könne Widerstand, Einsprachen und jahrelange Rekurse auslösen. Die IG Rychenbergstrasse kritisiert den Wegfall auf der Tempo-50-Strecke mit starkem Pendlerverkehr und unübersichtlicher Kreuzung. Sie befürchtet gefährliche Querungen und hält gerade den Verzicht auf Busüberholungen für sicherer. Ein Fussgängerstreifen ohne Mittelinsel sei wegen fehlender Sichtweite bei haltendem Bus und hohem Verkehrsaufkommen nicht zulässig. Die Stadt verweist auf fünf Übergänge im Umfeld; regelkonformes Queren kann bis zu 80 Meter zusätzlichen Weg bedeuten. Weitere Massnahmen sind nicht geplant.