Themen: Leben, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Andrea Peterhans lebt in einem der vier Hochhäuser der Zürcher Hardau-Siedlung und erlebt den Turm als vertikales Dorf statt als anonymen Wohnort. Begegnungen entstünden in der gemeinsamen Waschküche, im Lift, beim Briefkasten, im Supermarkt oder an der Tramhaltestelle und könnten sich im Park fortsetzen. Für ein funktionierendes und sicheres Hochhausquartier seien gute Nahversorgung, gepflegte Grünanlagen und sichtbare Mitarbeitende für Innen- und Aussenräume zentral. Dazu gehörten saubere Entsorgungsstellen, angenehme Eingänge, Treppenhäuser und Lifte sowie tägliche Leerungen von Abfallkörben. Peterhans betont zudem, dass die Türme nicht zu dicht beieinander stehen. Dadurch entstehe kein Gefühl von Enge, während das vertikale Bauen Freiraum für Grünflächen und Erholung lasse. Gerade Familien profitierten von konsumfreien Aufenthaltsorten für Jugendliche. Sie schätzt auch die sozioökonomische Durchmischung und kann sich vorstellen, in der Hardau alt zu werden.