Themen: Kultur, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Das Kispi-Areal am Zürichberg in Hottingen steht seit dem Auszug des Kinderspitals Ende 2024 leer. Für die zehn Gebäude wird über gegensätzliche Perspektiven gestritten: Vorgesehen ist ein Abriss zugunsten eines Zentrums für Zahnmedizin, während auch Zwischennutzungen für Studierende und Asylsuchende zur Diskussion stehen. Der Zürcher Kantonsrat verlangte im Januar, eine Umnutzung für temporäre Wohnungen zu prüfen; die politische Entscheidung bleibt damit offen. Das Entwurfsstudio «Affective Architectures» der ETH setzt bei dieser Ungewissheit an. Unter dem Titel «KISPI – Approximations» untersucht es insbesondere die Poliklinik und ihre Räume nicht als abstrakte Baumasse, sondern als Gebäude mit Geschichte und eigenem Transformationspotenzial im Ensemble. Im Zentrum stehen Fragen nach Steigzonen, Vorgaben der Denkmalpflege sowie reversiblen und nicht reversiblen Eingriffen. Statt eines fertigen Masterplans verfolgt das Studio eine schrittweise Annäherung an Ort, Bestand und mögliche künftige Nutzungen.