Themen: Migration/Asyl, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Winterthur beherbergt derzeit 1800 Asylsuchende, darunter mehr als 1200 Personen mit Schutzstatus S. Sozialvorsteher Nicolas Galladé und Asylbereichsleiter Bernhard Roth beurteilen die Lage als anspruchsvoll, aber weniger dramatisch als vor vier Jahren. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine stieg die Zahl von 418 Personen Anfang 2022 auf das heutige Niveau. Die Unterbringung bleibt die grösste Herausforderung: Rund ein Fünftel lebt in drei städtischen Unterkünften, die übrigen Personen in vermittelten Wohnungen. Bis 2028 laufen die Mietverträge der Standorte Trollstrasse und Teuchelweiher aus; für die Adlerstrasse ist bei Annahme eines Erweiterungsneubaus ein Abriss vorgesehen. Wie 200 Plätze ersetzt werden, ist offen. Positiv entwickelt sich die Erwerbsintegration: Rund ein Viertel der Ukrainerinnen und Ukrainer mit Status S benötigt keine Asylsozialhilfe mehr, vor drei Jahren waren es acht Prozent.